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Oktober - News von Gräning & Kollegen Rechtsanwälte - Brancheneintrag

Sehr geehrte Damen und Herren,

das Jahr neigt sich allmählich dem Ende. Zeit für allerlei Verlage und Werbeanbieter, neue Verträge für das kommende Jahr anzubieten und abzuschließen. Für all diejenigen, die vielleicht eine kleine Firma haben oder irgendwo beteiligt sind oder Werbung schalten müssen, um auf sich aufmerksam zu machen, sei Vorsicht empfohlen, bevor man in der Hektik des Alltags etwas schnell unterschreibt.

Menschen, bzw. Firmen, die werben, werden in der Regel von Verlagen oder auch von Internetanbietern regelmäßig kontaktiert. Dabei werden häufig die Schaltung von neuen Anzeigen angeboten oder es werden bestehende Verträge angepasst oder verlängert.

Über die Jahre gibt es aber auch auf diesem Markt vermehrt schwarze Schafe. In der Regel läuft das dann so ab, dass man ein Schreiben bekommt, das übertitelt ist mit dem Begriff "Brancheneintrag". Dort wird der angesprochenen Person oder Firma suggeriert, dass man bereits einen Eintrag habe. Auf dem Blatt finden sich dann regelmäßig der Firmenname, die Anschrift und die Erreichbarkeit über Telefon, Telefax bzw. E-Mail. Der angesprochene Adressat wird dann aufgefordert, die Angaben auf Richtigkeit zu überprüfen und gegebenenfalls zu ändern oder zu ergänzen, um alle Daten, die für die Firma relevant sind, korrekt in ein Branchenbuch übernehmen zu können. Soweit man dann alles geprüft habe, könne man das Formular unterzeichnen und per Telefax zurücksenden.

Auffällig bei diesen Offerten ist schon, dass es sich meist um Anbieter mit Telefon- bzw. Telefaxnummern handelt, die keine deutsche Vorwahl haben.

Es macht sich mehr als bezahlt, wenn man sich die Zeit nimmt, die ganze Seite zu lesen. Anders als die Offerte glauben machen will, nämlich, dass man mit Bestätigung der bekannten Daten einen kostenlosen Eintrag in ein Branchenbuch erhält, findet sich dann im unteren Teil des Schreibens der Passus, nach dem die Veröffentlichung des Eintrages mit erheblichen finanziellen Forderungen des Anbieters verbunden ist. Preise von 800-1000 € pro Jahr für solche angebotenen Einträge in ein Branchenbuch sind da keine Seltenheit. Meist ist es dann auch noch so, dass eine Mindestvertragslaufzeit von zwei Jahren besteht, man also den Vertrag vor Ablauf dieser Vertragslaufzeit, die man angeboten bekommt, nicht kündigen kann.

Aber selbst, wenn man dann etwas leichtfertig unterschrieben hat, hätte man noch die Möglichkeit, den Vertrag, den man unfreiwillig eingegangen ist, schriftlich zu widerrufen. Häufig sind aber schnell die 14 Tage vorbei und, wenn man das Schreiben erst einmal weggeschickt hat, ist es einem auch nicht mehr präsent, sodass sich dieser mögliche Widerruf meist durch Zeitablauf erledigt. Dann bleibt nur noch die Möglichkeit, sich in eine gerichtliche Auseinandersetzung zu begeben, wenn man die von der Gegenseite geforderten Gebühren nicht bezahlen will. Auch hier gibt es eine Reihe von Argumenten, die einem zur Seite stehen und häufig ist es auch so, dass die Anbieter solcher "halbseidener" Angebote dann auch einknicken. Das ist aber alles sehr zeit- und nervenaufwendig und meistens bleibt man auf den eigenen Anwaltskosten, die man für diese Prozesse verauslagt hat, sitzen.

Also lieber vorher die Zeit nehmen und in Ruhe lesen was man unterschreibt, sei der Stress auch noch so groß Das erspart am langen Ende viel Geld und Nerven.

Mit freundlichen Grüßen

Dirk Gräning

Rechtsanwalt


Rechtsanwälte Gräning & Kollegen

Köpenicker Straße 16

12524 Berlin-Altglienicke

Tel:030/67 99 56-0

Fax: 030/67 99 56-20

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Homepage: www.graening-kollegen.de

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